Unsere Reise hat begonnen

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Sinti und Roma

Sinti sind eine Teilgruppe der europäischen romanisch-sprechenden Gesamtminderheit der Roma. Sie sind seit langem in ;Titel- und Westeuropa und im südlichen Italien beheimatet. Es war ein Anliegen der in den 1970er Jahren entstehenden Bürgerrechtsbewegung und der sich gründenden Selbstorganisation der europäischen Roma, eine neue, nichtdiskriminierende Perspektive auf die Minderheit durchzusetzen und dem auch sprachlich Ausdruck zu geben. Dem diente die Abwendung von „Gypsy“ und „Zigeuner“, die durch den Begriff Roma abgelöst wurde. Bei dem Übergang von der Fremd- zur Selbstbezeichnung ergab sich dort, daß sich parallel dazu “ Sinti “ Selbstbezeichnung eines Großteils der deutschen Roma, von deren Vertretern eingeführt wurde.

Die Mehrheit der deutschen Zigeuner bezeichnet sich als Sinti, die internationale Zigeunerbewegung bezeichnet das Volk der Zigeuner als Roma.

Flamenco

Die Roma nahmen nach ihrer Ankunft in Andalusien den Flamenco auf und entwickelten ihn weiter. Leider ist die Situation der Roma in Spanien nicht einfach. Lange Zeit wurden sie kaum geduldet und lebten am Rande der Gesellschaft. Die Roma blieben von Sozialstaat und Gesellschaftssystem ausgeschlossen. Ihre Bedeutung in der regionalen Kultur wurde weitgehend ignoriert. Dank der Arbeit von sozialen Organisationen können heute die Roma von den öffentlichen Institutionen wie Schule und der Gesundheitsvorsorge profitieren.

„ich bin Zigeuner“

Neben christlichen, arabischen und jüdischen Einflüssen, bestimmt eine weitere Bevölkerungsgruppe die Kultur von Granada: die Roma. Viele verbinden die Roma mit Osteuropa, ihren Ursprung haben sie jedoch im Norden Indiens. Sinti und Roma verliessen im 14. Jhd. ihre Heimat und zogen als Handwerker mit den mongolischen Armeen Richtung Europa. So wurden sie vom sesshaften zum fahrenden Volk. Im 16. Jhd. kamen sie in Spanien an und sind bis heute ein wichtiger Teil kulturellen Lebens.

Sacromonte

Die Wohnhöhlen wurden einst von den vor den katholischen Königen fliehenden Sinti und Roma in den weichen Löss gegraben. Höhlen sind günstig, einen Teil der Wände liefert die Natur, außerdem bieten sie die perfekte Tarnung: man sieht sie erst, wenn man direkt davor steht. Doch die Höhlen wurden nicht nur zum Wohnen benutzt, in einigen befinden sich Weinkeller, Backöfen und Töpfereien.

Generalife

Der Sommerpalast neben der Festungsmauer war Ganz al-Arif, aus dem im spanischen das Wort Generalist wurde. Ein Spazierweg unter Zypressen führt zu den Gartenanlagen Im Palacio de Generalist befindet sich der Acequia-Hof mit seinen Wasserspielen.

… und ich dachte, das wäre der Palast des Schwiegermonsters…

Nasridenpaläste

Die Nasridenpaläste mit ihren Gärten sind das Herzstück der Alhambra. Hier befinden sich der Regierungssitz und die Privaträume der maurischen Herrscher. Die Wände sind mit Arabesken und arabischen Schriftzügen aus Stuck versehen, die Kuppeln sind auf der Innenseite mit Stalaktiten-Gesims verziert. Der Wahrscheinlichkeit von Erdbebenschäden wurde unter anderem durch eine Bleigleitschicht zwischen Schaft und Kapitell in den Säulen entgegengewirkt.

Boabdil

Der letzte maurische Herrscher Boabdil kapitulierte nach langer Belagerung im November 1491 und übergab die Festung am 02.01.1492 an Isabella und Ferdinand. Damit fiel die letzte Bastion der Mauren in Spanien. Am 31.03. 1492 erließen Isabella und Ferdinand hier das sogenannte Alhambra-Edikt, in dem die Vertreibung aller nicht bekehrungswilligen Juden aus dem Königreich und aus allen spanischen Besitzungen angeordnet wurde. In der nun folgenden Schreckensherrschaft der christlichen Inquisition wurden Juden und „Ketzer“ verfolgt, arabische Bücher verbrannt und die islamische wie auch Teile der jüdischen Bevölkerung zwangschristianisiert.

letzte, späte Blüte

Unter der Herrschaft der Kalifen von Córdoba war al-Andalus ein reiches, blühendes Land. Kunst und Wissenschaft waren weltberühmt, das Handwerk galt in ganz Europa als Vorbild. Für alle Kinder gab es Schulen, für die Einwohner der Stadt Krankenhäuser, Bibliotheken und Freizeitzentren. Die Straßen waren befestigt und es gab überall Wasserleitungen – im christlichen Europa war solch ein Luxus unbekannt. Im Emirat von Granada erlebte diese Kultur eine letzte, späte Blüte.

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